Stellenanzeige: Tätertherapie
Selbstständige Honorartätigkeit in Teilzeit (1/2 Stelle)
Wir suchen für unsere Düsseldorfer Praxisgemeinschaft einen Psychologen oder eine Psychologin (Dipl.-Psych. oder Master of Science) mit Heilkunde-Erlaubnis oder Approbation, der sich für die manualgestützte therapeutische Arbeit mit männlichen Sexualstraftätern interessiert, vielleicht aber auch schon erste Weiterbildungen und Erfahrungen auf diesem Gebiet gesammelt hat.
Wir bieten eine ausreichende Anzahl von Klienten für maximal zehn halbe Tage Arbeit pro Monat (entspricht max. 37,5 Stunden Therapie ohne Vorbereitungszeit) verteilt auf zwei Wochen, professionell eingerichtete Praxisräume, Supervision, monatliches Honorar entsprechend der Qualifikation und Fallzahl steigend.
- Dipl.-Psych. oder M.Sc. (B.Sc. nur mit Zusatzqualifikation)
- Vorzugsweise Forensische oder Klinische Psychologie
- Approbation oder Heilkunde-Erlaubnis (HPG) in Arbeit
- Verhaltenstherapeutische Ausrichtung
- Interesse an Sexualtherapie
- Bereitschaft zur Weiterbildung in Kriminaltherapie / Tätertherapie
- Freiberufliche Selbstständigkeit innerhalb einer Praxisgemeinschaft
- auch für Berufsanfänger und Wiedereinsteiger mit Beratungserfahrung geeignet
Wir sind von der Rechtsform her eine Praxisgemeinschaft aus Diplom-Psychologe (64) und Diplom-Psychologin (70), d.h. wir sind unternehmens- und steuerrechtlich getrennte Einheiten, teilen uns aber die Praxiskosten (Miete, Nebenkosten, Geräte etc.). Außerdem stimmen wir die Honorargestaltung miteinander ab. Geeignete Kollegen werden nach der Supervisionsphase mit gleichen Rechten und Pflichten aufgenommen (Partnerschaft).
Die Praxis ist ausreichend vernetzt, um neue Kollegen ausreichend mit Klienten zu versorgen. Wir behandeln ausschließlich männliche Sexualstraftäter, zum Teil auf Grund einer gerichtlichen Weisung.
Aus räumlichen Gründen können wir jedoch ganztags vorerst nur jede zweite Woche einen Raum zur Verfügung stellen (Mo.-So.), d.h. Sie würden mit Ihren Klienten jede zweite Woche ein Gespräch führen.
Perspektivisch stellt sich für uns mittelfristig auch die Frage der Nachfolge, da das Rentenalter näher rückt.
Bewerbungen bitte an Herrn Söder
Literaturempfehlungen
Zur Einführung:
- Beier, K.M.; von Heyden, M.: Das tabuisierte eine Prozent: Pädophilie erkennen und behandeln - Ein Leitfaden für die psychosoziale Praxis; Vandenhoeck & Ruprecht (2025).
Weiterführend:
- Stompe, Th.; Ritter K.M.: Sexueller Kindesmissbrauch und Pädophilie: Grundlagen, Begutachtung, Prävention und Intervention - Täter und Opfer (Wiener Schriftenreihe für Forensische Psychiatrie); Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (2024).
- Steffes-enn, R.; Saimeh, N.; Biken, P. (Hrsg.): Sexueller Kindesmissbrauch und Missbrauchsabbildungen in digitalen Medien; Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (2023).
- Saimeh, N.; Briken, P.; Müller, J.L. (Hrsg.): Sexualstraftäter: Diagnostik - Begutachtung - Risk Assessment - Therapie. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (2021).
- Endrass, J.; Rossegger, A.; Urbaniok, F.; Borchard, B. (Hrsg.): Interventionen bei Gewalt- und Sexualstraftätern - Risk-Management, Methoden und Konzepte der forensischen Therapie. Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (2013).

