Tätertherapie und Sexualtherapie

DYADE - Praxis für Männer

Dipl.-Psych. Manfred Söder

Sexualberatung Sexualtherapie

Therapieplätze
für Sexualstraftäter

 


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Warnung

 

"Coram iudice et in alto mari sumus in manu Dei."
(Vor Gericht und auf hoher See, sind wir in Gottes Hand.)

Warum es niemandem zu empfehlen ist, Kinderpornos aus dem Internet abzurufen

Die Fallzahlen, das heißt, die polizeilich bekannten Tatverdächtigen nehmen jedes Jahr zu. Vielen der Delinquenten wird es erst bei der Hausdurchsuchung bewusst, was sie getan haben. Das Erschrecken ist entsprechend hoch, wenn sie erfahren, dass eine Ermittlung gegen sie eingeleitet wurde.

In Haushalten, in denen Partner oder andere Familienangehörige leben, werden nicht nur die Speichermedien der angezeigten Person beschlagnahmt, sondern eventuell auch die Geräte anderer Mitbewohner. Geräte, auf denen inkriminiertes Material entdeckt wurde, bleiben als Asservat im Besitz der Behörden, Geräte, auf denen nichts Unerlaubtes gefunden wurde, werden, wenn überhaupt, erst nach Jahren zurückgegeben. Der Verlust an Daten, z.B. persönlichen Fotos, Dokumenten und Kontaktinformationen, ist entsprechend groß.

Möglicherweise erfahren neben den Hausbewohnern auch andere Personen von der Ermittlung. Neben Verwandten und Bekannten können das bei bestimmten Berufsgruppen auch die Arbeitgeber sein, die behördlicherseits informiert werden. In der Folge entstehen Konflikte, die zu starker Angst, Scham- und Schuldgefühlen führen, bis hin zu Suizidgedanken. Im dem Fall, dass kleinere Kinder im Haushalt wohnen, wird auch das Jugendamt in der Regel eingeschaltet. Für Ehen- und Partnerschaften stellt eine solche Ermittlung eine außerordentliche Belastung dar.

Die Auswertung der Daten dauert in der Regel selten unter einem Jahr. In dieser Zeit kann sich der Beschuldigte kaum auf die Situation einstellen, da er oft selbst nicht weiß, wieviel illegales Material er auf welchen Speichermedien aufbewahrt hatte.

Nach der Auswertung geht der Ermittlungsbericht an das Gericht. Dieser dient der Staatsanwaltschaft als Grundlage f�r die Anklageschrift. Erst dann erfährt der Beschuldigte, jetzt Angeklagter, was gegen ihn vorliegt. Vom Ermittlungsbericht bis zur öffentlichen Gerichtsverhandlung vergehen ebenfalls mindestens Monate.

Neben den Risiken f�r Jobverlust, Scheidung, Kontaktabbrüchen im Verwandten- und Bekanntenkreis fallen während und nach dem Verfahren erhebliche Kosten an: Anwaltskosten, Gerichtskosten und die Kosten, die aus einer eventuellen Verurteilung entstehen (Geldstrafe und im schlimmsten Fall Haftstrafe oder Maßregel).

Aber das wichtigste Argument gegen die Nutzung von Kinderpornografie ist und bleibt der Fakt, dass die Nachfrage immer auch das Angebot stimmuliert, und somit der Konsum von Kinderpornografie die Herstellung begründet. Die Herstellung von Kinderpornografie ist immer auch eine Form von Zwangsprostitution zu Lasten derjenigen, die sich am wenigsten gegen Manipulation, Erpressung und Gewaltandrohung wehren können.