Sexualstraftaten

 

Im Bereich der forensischen Psychologie arbeite ich häufig mit Klienten, die wegen des Besitzes und der Verbreitung kinder- oder jugendpornografischer Medien angezeigt wurden und auf ihr Verfahren warten. Leider haben Personen in laufenden Strafverfahren keinen Zugang zu Präventionsprojekten wie 'Kein Täter werden'. Daher stehen kaum Behandlungsangebote zur Verfügung.

Die Fallzahlen vor deutschen Gerichten haben sich zwischen 2021 und 2023 verdoppelt. Die Angeschuldigten stammen aus allen sozialen Schichten, und es ist den Tätern oft nicht klar, dass ihr Verhalten im virtuellen Raum auch negative Auswirkungen in der realen Welt der betroffenen Kinder und Jugendlichen hat.

Der Abruf kinderpornografischen Materials (Missbrauchsabbildungen) befördert eine internationale Industrie mit langer Wertschöpfungskette, die in die Wohn- und Lebensbereiche von Kindern und Jugendlichen hineinreicht, diese zur Ware degradiert und lebenslang schädigt. Diese Zusammenhänge werden in der sexuellen Trance von den Tätern ausgeblendet, so dass Selbstkontrollmechanismen nicht mehr greifen können.

Ziele der Therapie sind u.a.