Sexualtherapie und Beziehungsmanagement

DYADE - Praxis für Männer

Dipl.-Psych. Manfred Soeder, Kassel

Sexualberatung Sexualtherapie

Streit und häusliche Gewalt

 

Eheliche Gewalt ist für viele Paarbeziehungen ein Thema. Das gilt nicht nur für 'schlagende Verbindungen', denn Gewalt hat viele Gesichter.

Das Spektrum der Gewalt geht von Angriffen gegen die Menschenwürde, über die körperliche Unversehrtheit bis hin zu Mord und Todschlag.

Während die körperlichen Formen von Gewalt öffentliche Reaktionen hervorrufen, zum Beispiel in Form strafrechtliche Konsequenzen, gelten psychische Grausamkeiten in der Regel als Privatsache.

Dazu gehören:

Hier sind die Grenzen zu Verhaltensweisen, die für Paarbeziehungen als nicht förderlich gelten, aber aufgrund des Verbreitungsgrades als menschlich verständlich und nachvollziehbar angesehen werden, nicht einfach zu ziehen.

Ein Kriterium der Unterscheidung, dass man heranziehen könnte, wäre der Grad der Systematisierung. Eine Abwertung oder Einschränkung wäre also dann als partnerschaftliche Gewalt zu werten, wenn diese systematisch gegen den anderen eingesetzt würde, um eigene Ziele durchzusetzen.

Solange die Bedürfnisse des Partners im Wesentlichen erfüllt werden, wird kaum auf diese Strategie zurückgegriffen. So sind Paare oft erstaunt darüber, wie plötzlich eine verträgliche Paarbeziehung umkippen kann. Oft wird der gewalttätige Partner in der Eskalation nicht wieder erkannt.

Da Gewalt als Mittel der Zielerreichung in der Regel von beiden Partnern sehr negativ erlebt wird, führt sie zu Distanz, was wiederum Gewalt begünstigt, und damit die Beziehungsdauer erheblich verkürzt.

Für gewaltgefährdete Paare ist es daher wichtig, frühzeitig neue Strategien zu lernen, die langfristig für die Berücksichtigung der eigenen Bedürfnisse besser geeignet sind.

In unserer Praxis haben wir bei leichteren Formen von Gewalt sehr gute Erfahrungen mit dem Konzept der gewaltfreien Kommunikation nach Marschall Rosenberg gemacht.